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Papstpredigt: Umweltschutz ist nicht nur Sache der Grünen

Bei der Frühmesse: Papst Franziskus - OSS_ROM

09/02/2015 12:00

Alle Christen sind dazu verpflichtet, die Schöpfung zu bewahren: Umweltschutz ist nicht nur Sache der Grünen. Das sagte der Papst in seiner Predigt an diesem Montag. In der Kapelle von Santa Marta im Vatikan ging Franziskus auf die „zweite Schöpfung“ ein, die Jesus durch seinen erlösenden Kreuzestod gewirkt habe. Gott habe zwar am Anfang das Universum geschaffen, doch damit sei die Schöpfung nicht zu Ende, sie gehe weiter. Im Tagesevangelium nach Markus, das von Wundern Jesu berichtet, werde die „neue Schöpfung“ sichtbar, so der Papst.

„Gott arbeitet, Er macht mit seiner Arbeit weiter, und wir können uns fragen, wie wir auf diese Schöpfung Gottes antworten sollen. Denn die Schöpfung ist aus Seiner Liebe entstanden, Gott arbeitet durch die Liebe. Wir haben also eine sozusagen erste Schöpfung, und auf diese müssen wir mit Verantwortung antworten. Der Herr hat uns das Land geschenkt, um Sorge dafür zu tragen. Wir sind dann zwar Herren der Schöpfung, aber nicht die Besitzer!“

Dieser scheinbar nur „leichte“ Unterschied sei in Wirklichkeit entscheidend: Denn er bedeute, dass wir alles daran setzen müssen, dass die Umwelt nicht zerstört wird.

„Manchmal hören wir von Leuten, die sich versammeln, um über Umweltschutz zu sprechen und sagen: Ach, das sind die Grünen! Nein, das sind nicht die Grünen! Das sind Christen! Denn das ist die erste Antwort, die wir auf diese ,erste Schöpfung´ geben sollten. Das ist unsere Verantwortung! Ein Christ, der die Schöpfung nicht achtet, ist ein Gläubiger, der sich nicht um das Werk Gottes schert. Also, die Antwort auf die erste Schöpfung lautet: die Schöpfung bewahren und sie wachsen lassen.“

Die „zweite Schöpfung“ wiederum sei die Befreiung von der Sünde durch Jesus. Hierzu unterstrich Papst Franziskus, es sei wichtig, „sich mit Gott zu versöhnen“, wie dies der Apostel Paulus immer wieder betont habe. Dies sei für einen Christen eigentlich „eine einfache Sache“, denn „wir glauben an einen persönlichen Gott“, der Vater, Sohn und Heiliger Geist ist, so der Papst.

„Alle drei sind in dieser zweiten Schöpfung miteinbezogen. Und allen dreien antworten wir mit ,Bewahren und Wachsen lassen´, indem wir uns mit Jesus, mit Gott in Jesus, und jeden Tag untereinander versöhnen. Und indem wir den Heiligen Geist nicht traurig machen oder gar vertreiben. Der Heilige Geist soll Gast in unseren Herzen sein, der uns ständig begleitet und uns wachsen lässt.“

(rv 09.02.2015 mg)

09/02/2015 12:00